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Seite 1 von 4 » Allgemeines zu Dioxin
Dioxine sind eine in der Umwelt vorkommende
Stoffgruppe. Sie entstehen unter bestimmten Bedingungen bei
Verbrennungsprozessen oder bei der chemischen Synthese von verschiedenen
chlorhaltigen Verbindungen, wie beispielsweise Pentachlorphenol, als
Nebenprodukte der Reaktion.
Dioxin reichert sich im Boden an wird nur sehr langsam abgebaut. Aus
dem Boden gelangt der gesundheitsschädliche Stoff in die Nahrungskette
und ist in Lebensmitteln sowie der Muttermilch nahezu ubiquitär
nachzuweisen. Der Mensch nimmt täglich kleine Mengen Dioxin auf, 95
Prozent davon durch die Nahrung. Besonders in fettreichen Lebensmitteln
wie Milch, Fleisch und Fisch kann Dioxin in höheren Mengen angereichert
sein. Einmal in den Körper gelangt wird der Stoff im Fett eingelagert.
Das Gift kann in hohen Dosen zu
psychischen Störungen, Atembeschwerden und Leberschäden führen. Es kann
zu Hautschäden, der sogenannten Chlorakne, kommen und das Immun- und
Hormonsystem gerät durcheinander.
Dioxin gilt als krebserregend, im
extremsten Fall wirkt es tödlich. Akute Vergiftungserscheinungen sind
aber nur bei hohen Dosen zu befürchten.
Zum
Schutz der Bevölkerung gelten in der Europäischen Union (EU) seit dem 01.07.2002
Höchstgehalte für Dioxine. Die EU-Kommission hat diese Regelungen erweitert und
seit November 2006 geltende Höchstgehalte für Dioxine und dioxinähnliche PCB festgesetzt.
» Link zur entsprechenden Wikipedia-Seite
In erster Linie sind die Hersteller für die Lebensmittelsicherheit
verantwortlich.
Österreich handelte im Rahmen des Systems für
Lebensmittelsicherheit umgehend. Im Lebensmittelsicherheits- und
Verbraucherschutzgesetz (LMSVG) ist festgelegt, dass in erster Linie die
Hersteller alle Anstrengungen zu Unternehmen haben, nur sichere Lebensmittel auf
den Markt zu bringen. Die nächste Stufe der Lebensmittelsicherheit sind die
Lebensmittelaufsichtsbehörden (auch Lebensmittelpolizei genannt) der
Bundesländer, die laufend Lebensmittelbetriebe kontrollieren, Proben ziehen und
somit Produkte am Markt überwachen. AGES-ExpertInnen untersuchen und begutachten
diese Proben und melden die Ergebnisse an die Bundesländer und an das
Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend (BMGFJ), damit alle
Maßnahmen ergriffen werden können, um ein größtmögliches Maß an
Lebensmittelsicherheit zu erreichen. Dazu zählen dann z.B. auch Meldungen an das
europäische Schnellwarnsystem RASFF.
Quellen: AGES-News und APA-Meldung
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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 13. Dezember 2008 )
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