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Seite 3 von 3 Dioxin in Dorschleber
Ein bekanntes Problem in Zusammenhang mit Dioxinen stellen auch
durch Umwelteinflüsse belastete Fische und Fischereierzeugnisse dar. Aufgrund
von aktuellen Untersuchungsergebnissen wurden jüngst beispielsweise auch
bestimmte Chargen von Dorschleber vom Markt genommen.
Das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stellt in der
Bewertung Nr. 041/2006 die Sachlage bei diesen Erzeugnissen wie folgt
dar:
Der neue europäische Höchstgehalt für Dioxine
und dioxinähnliche PCB (Polychlorierte Biphenyle) in Fischen und deren
Erzeugnissen liegt bei 8 Pikogramm (pg) WHO-TEQ pro Gramm Frischgewicht. Eine
Ausnahme stellt Aal dar: Für diesen sehr fetthaltigen Fisch liegt der
Höchstgehalt bei 12 pg WHO-TEQ/g Frischgewicht. Die Deutsche Gesellschaft für
Ernährung (DGE) empfiehlt, dass Fisch als "gesundes Lebensmittel" ein- bis
zweimal in der Woche auf dem Speiseplan stehen sollte - bevorzugt magere oder
halbfette Sorten. Diese Empfehlung hat das BfR bei seiner Bewertung der
Höchstgehalte zugrunde gelegt und zur täglichen Aufnahme von Dioxinen und
dioxinähnlichen PCB verschiedene Modellrechnungen durchgeführt, die sich an den
Verzehrsmengen und -gewohnheiten der Verbraucher orientieren. Die Ergebnisse
zeigen, dass Verbraucher, deren Fischkonsum sich an den DGE-Empfehlungen
orientiert, keine Gehalte aufnehmen, die oberhalb der tolerierbaren
(lebenslangen) täglichen Aufnahme (tolerable daily intake, TDI) liegen, welche
die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf 1 bis 4 pg WHO-TEQ pro Kilogramm
Körpergewicht festgelegt hat.
Die Berechnungen zeigen aber auch, dass die Höchstgehalte nicht
immer einen ausreichenden Schutz für Verbrauchergruppen mit besonderen
Verzehrsgewohnheiten bieten: Dazu zählen Personen, die über längere Zeit in
hohen Mengen fette Fische wie Lachs, Makrele und insbesondere Aal sowie
verarbeitete Fischereiprodukten wie z.B. die sehr fetthaltige Dorschleber
konsumieren.
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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 07. Juni 2008 )
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